Homöopathie

Homöopathie nach Dr. Samuel Hahnemann

Ich möchte euch gerne einen Einblick in die Homöopathie, deren Geschichte und Behandlungsweise mit homöopathischen Mitteln geben. Eine Therapiemethode, die sich ganzheitlich auf Körper und Psyche auswirkt.

Die Geschichte der Homöopathie

Die Geschichte der Homöopathie ist eine sehr alte und blickt auf eine zweihundertjährige Geschichte zurück, denn zu dieser Zeit begründete der deutsche Arzt und Schriftsteller Dr. Samuel Hahnemann (1755-1843) die Homöopathie. Sie basiert auf dem Ähnlichkeitsprinzip, sprich ähnliches wird mit ähnlichen geheilt. Diese Auffassung geht zurück bis zu den alten Griechen, die dieses Prinzp bei ihren Heilmethoden berücksichtigten.
Hahnemann stand der Medizin seiner Zeit skeptisch gegenüber.
Durch Selbstversuche mit Chinarinde entdeckte er, dass es beim Gesunden Wechselfieber hervorruft, und bei einem Malariakranken heilt.
Er setzte sich mit pflanzlichen, mineralischen und tierischen Stoffen auseinander und testete sie weiter, um seine These zu festigen.
Bei der richtigen Wahl eines Arzneimittels kam es häufig zu der sogenannten Erstverschlimmerung. Um diese zu umgehen, entdeckte er die Verdünnung durch stufenweises Verschütteln mit Alkohol oder Verreibung mit Milchzucker.
Die erste Potenzierung fand statt. Überraschenderweise nahm die Wirksamkeit mit zunehmender Verdünnung und Verschüttelung zu.

Daraus ergeben sich drei Grundprinzipien der Homöopathie

    1. Ähnliches heilt Ähnliches
    2. Die Arzneimittelprüfung
    3. Die Potenzierung

Wie Globuli, die kleinen Kügelchen funktionieren

Als ich im ersten Jahr an der Samuel-Hahnemann-Schule im Homöopathie Unterricht saß, fragte ich die Frage, die sich jeder stellt. Wie kann das funktionieren? Obwohl doch nachweislich nichts mehr drin ist außer Zucker, wie kann das denn heilen?!
Mein guter Lehrer Michael Antoni gab mir folgende Antwort und traf bei mir direkt ins Schwarze:
„ Stell dir vor, du hast deinen MP3 Player, mit deiner ganzen Musik darauf. Es gibt Lieder die beflügeln dich, andere regen zum Nachdenken an, wieder andere lassen dich Weinen. Diese Lieder erinnern dich, an Situationen die du erlebt hast und verbinden dich mit den Gefühlen die du zu diesem Zeitpunkt hattest. Wie in etwa, ein trauriges Lied, dass man hoch und runter gehört hat um einen Trennungsprozess zu überwinden, oder die schöne, sanfte Musik, die du immer am Strand von La Gomera gehört hast, während du dem Rauschen des Meeres gelauscht hast, oder die Playlist die auf deinem Geburtstag gespielt wurde. Auf einmal sind alle Bilder wieder da, alle Befindlichkeiten, Träume.
Diese Musik vermittelt dir in diesem Moment so viel, sie kann dich unterstützen,erinnern, eintauchen lassen und dich für einen Moment verzaubern.
All diese Bilder und Erinnerungen stecken in diesem MP3 Player, durch die Schwingungen die in dein Gehör dringen.
Wenn du jetzt dieses Gerät nimmst und es auseinander baust, bis in alle Kleinteile, du wirst all diese Bilder und Gefühle nicht finden. Impulse werden gesetzt und bringen deinen Körper in eine andere Stimmung, aber vor dir liegen nur kleine Schrauben“.

Da habe ich verstanden wie diese kleinen Kügelchen funktionieren. Sie setzen Impulse und es geht darum für jeden Menschen das richtige Mittel, das richtige Lied, mit den richtigen Schwingungen zu finden. Wenn dies gelingt, fängt alles an zu fließen.

Wie die Homöopathie arbeitet

Die Homöopathie ist eine ganzheitliche Medizin und erfreut sich immer größeren Zuspruch.
Der Zusammenhang zwischen seelisch-körperlichen Zusammenhängen steht im Vordergrund. Es geht darum den Menschen als ganzes Wesen zu betrachten und nicht in seine einzelnen Körperregionen zu unterteilen.
Jeder Mensch ist ein Individuum und reagiert auf unterschiedliche Weise. Der eine bekommt immer Magenschmerzen bei Stress, ein anderer reagiert mit Kopfschmerzen und noch jemand mit Hautausschlägen. Unsere Körper sind alle so unterschiedlich und individuell zu betrachten. Krankheitssymptome sind eine Reaktion des Körpers um auszudrücken, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Homöopathie versucht an dieser Stelle nicht die Symptome zu unterdrücken, sondern einen Impuls zu setzen, damit der Körper seine Selbstheilungskräfte aktiviert. Für akute Krankheiten, für psychosomatisch und chronische Beschwerden ist die Homöopathie wunderbar geeignet.

Langanhaltende Krankheiten wie z.b Heuschnupfen, Asthma, Neurodermitis werden durch konventionelle Medizin oft nur kurzfristig besser, da hier allopathisch gearbeitet wird und Symptome unterdrückt werden. Die Homöopathie kann hier bei richtiger Anwendung dauerhaft heilen, da die Ursache angegangen wird.
Die Homöopathie kann natürlich nicht intensivmedizinische Behandlungen ersetzen, dafür aber wunderbar begleiten, unterstützen und lindern z.b bei einer bevorstehenden Operation oder im weiteren Heilungsprozess.

Für wen die Homöopathie geeignet ist

Eine homöopathische Behandlung nimmt sich der Thematik eines ganzen Menschen an. Es geht nicht nur darum die richtige Medizin für die Krankheit zu finden, sondern den Menschen als ganzes zu verstehen und die passende Arznei zu finden. Diese Therapiemethode ist also sehr vielfältig.
Akute Beschwerden wie grippale Infekte, leichte Verletzungen, allergische Reaktionen können behandelt werden. Chronische Beschwerden sind ebenfalls sehr geeignet für eine Homöopathische Behandlung. Da wir meist schon länger unter chronischen Krankheiten leiden, ist hier eine intensive Auseinandersetzung unumgänglich.
Eine Erstanamnese ist der erste Schritt um eine Arznei zu verschreiben. Diese dauert in etwa zwei Stunden und ein Folgetermin jeweils ca. eine Stunde.

Es gibt Fälle in denen reichte ein einziges Mittel und alles wurde besser, von einen Tag auf den anderen. Das ist natürlich möglich, es kann aber auch gut sein, dass es länger dauert. Dies ist einfach von verschiedenen Faktoren abhängig. Es liegt eben manchmal im Verborgenen und benötigt etwas Zeit, um an das Wesentliche heran zu kommen. Ich sehe Heilung auch als eine Art Zwiebel. Nach und nach wird jede Schicht einzeln abgelegt und dieser Weg kann sehr heilsam und wichtig sein. Wenn man Krankheit als Weg versteht und nicht davon ausgeht, einfach alles weg zu machen, weg zu schneiden, sondern sich dem Thema zu widmen, dann ist dieses Zwiebelprinzip sehr wertvoll und ermöglicht dir den Weg zu dir selbst zu finden. Das geht eben nicht immer von heute auf morgen, es braucht auch etwas Geduld und das Vermögen, sich mit dem was da hochkommt, auseinander zu setzen.

Für mich ist die Homöopathie viel mehr als eine Medizin, sie ist eine Lebenseinstellung.

 
 
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